
Erste Stunde: Andacht. In diesem Fall im Bus. Es ist Freitag vor Pfingsten. Was feiern wir da eigentlich? Wie ist es, wenn Gott Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten ausstattet? Gibt es das heute auch noch? Warum tut Gott solche Dinge?
In den 45 Minuten bleibt auch noch Zeit, um uns einzustimmen auf das, was uns erwarten wird: Sonnenschein, ein einsamer Naturpfad und ein Ibmer Moor, in dem heute nur wir unterwegs sind.
Das Moor besteht aus einem Hoch- einem Nieder- und einem Übergangsmoor und es ist Österreichs größter zusammenhängender Moorkomplex. Mit einer Ausdehnung von 2.000 ha ist diese Landschaft ein idealer Rückzugsraum für Tiere und Pflanzen. Zum Schutze der seltenen Tier- und Pflanzenwelt sowie im Besonderen der Besucher (Moorlöcher) wurde der Moorlehrpfad in einer Länge von 1.600 Metern aus Lärchenpfosten errichtet und sorgt so für ein sicheres, trockenes Begehen.
Wir erleben eine besondere Pflanzen- und Tierwelt: Wollgras, Sonnentau, Fettkraut, (Beides sind übrigens insektenfressende Pflanzen.) Wasserschlauch, eine ganze Reihe an Orchideen, Wasserlilien. Hier lebt auch der große Brachvogel und die Bekassine, aber natürlich auch viele viele andere Vogelarten, denn das Moor ist ein Vogelparadies. In seltenen Momenten könnte man hier sogar eine Kreuzotter erleben. Diese Freude wird uns allerdings nicht zuteil, wir sind zu laut.
Was wir sehen sind Schmetterlinge, Spinnen, Ameisen und Libellen.
Einige Mutige wagen sich in das dunkle Moorwasser.
Jeder malt für den Zeichenunterricht einen Eindruck aus dieser wunderschönen Oase auf ein Kärtchen.
Wir haben Zeit, um zu rasten, zu beobachten, zu malen, zu hören, zu laufen, zu reden - zu genießen. Moor - wir kommen wieder!